MobilitaetsForum2020Mobilität in der Ammersee-Lech-Region gemeinsam gestalten.

Einfach, Jetzt, Machen – Mobilität gestalten!

Beim 2. Mobilitätsforum in Windach konnte Bürgermeister Richard Michl am Samstag Nachmittag ca 150 Interessierte zum Thema Mobilität begrüßen. Sabine Pittroff, Initiatorin der Veranstaltung, brachte einen bunten Reigen an Interessierten, Erfahrenen und Expert*innen zusammen und schuf damit die Möglichkeit für Vernetzung und Inspiration.

Der Impulsvortrag von Prof. Dr. Andreas Knie zeigte auf anschauliche Weise die Geschichte unserer Mobilität.

  • Fast jedem, der entweder Stunden im Stau steht oder seine Runden auf der Suche nach dem Parkplatz dreht, ist mittlerweile klar, dass ein Wandel in der Gestaltung unserer Mobilitität kommen muss.
  • Der CO2- Anstieg und der auch dadurch verursachten Klimawandel erhöht noch den Druck konkret zu werden.

Prof. Knie lädt ein, Mut zu haben, Neues auszuprobieren und voran zu gehen. Er plädiert für eine Verkehrswende hin zu mehr Flexibilität. Die Nutzung von Digitalen Plattformen kann die Möglichkeiten verstärken, unterschiedliche Mobilitätsangebote zu kombinieren. Sein Appell richtet sich daran, alte Gewohnheiten zu hinterfragen. Der Wandel beginnt im Kopf.

Im zweiten Vortrag stellt seine Kollegin Anke Borcherding (WZB) eine App vor, mit der die Öffentlichen Verkehrsbetriebe (ÖV) ein ergänzendes Angebot im ländlichen Raum zu Verfügung stellen können. Privates Ridesharing und Ridepooling (Menschen die in die gleiche Richtung wollen, werden in einem Fahrzeug gebündelt befördert). Dafür gibt es die digitale Plattformen bereits, die zwischen Fahrer und Mitfahrer vermitteln.

Für die morgige Mobilität braucht es Mitfahrangebote von Privat für Privat und somit für den ÖV. Es ist die Aufgabe des Landratsamtes und der Kommunen hier die bereits vorhandenen Plattformen für den Landkreis anzubieten und bestehende Möglichkeiten wie das Netz der Mitfahrerbänke zu verdichten sowie das Konzept der Carsharing Vereine zu fördern.

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Wie wird Mobilität im Alltag gelebt?

Unterschiedliche Blickwinkel ermöglichte Anja Wilde (Moderatorin) auf dem anschließendem Podiumsgespräch aus der Sicht des Arbeitsgebers, in Person von Heidrun Hausen (HR bei DELO), mit vielen Jahren an Erfahrung im Autoteilen Jürgen Müller (Bei Anruf Auto e.V. und Botschafter des Landkreis Augsburg) sowie mit der Frage was können Autohäuser der Zukunft noch besser machen? Stefan Nadler (Autohaus Nadler). Sabine Pittroff (Mitinitiatorin mobi-LL unter Transition Region Ammersee e.V.) vertrat die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis.

  • Jürgen Müller, Carsharing Königsbrunn steckte durch seinen positiven Beitrag an. Seit über acht Jahren läuft in Königsbrunn erfolgreich ein Verein des sozialen CarSharings. Nicht gewerblich, sondern im Sinne des Teilens. Die CarSharing Vereine vom
    Ammersee werden sich inspirieren lassen.​
  • DELO Klebstoffe plädierte für den Ausbau der Radweg. 20 % der Mitarbeiter wohnen
    im nahen Umkreis und können mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen. Noch bestehen diese Radwege noch aus Wiesen und sind nicht sicher genug.
  • Auf die Frage; was ein Mobilitätswandel für ein Autohaus bedeuten könnte, zeigte sich Stefan Nadler offen für Ideen und könnte sich ein Autohaus auch als Knotenpunkt für Verkehrskonzepte vorstellen. Auch die Idee von Co-Working-Plätzen für Pendler auf dem Land, wurde diskutiert. CarSharing erscheint allen ein sinnvolles Mittel, damit die Ressource Auto ökologisch und ökonomisch genutzt wird.

Im anschließenden „Marktplatz“ nutzten die Zuhörer die Gelegenheit zur Vernetzung und für vertiefende Informationen.

Haben sie Interesse, sich zu einem der Themen tiefer zu informieren oder sich sogar selbst einzubringen? Alles über mobi-LL findet ihr auf der Webseite www.mobi-LL